gemeinsame PM 11.07.: “Braunkohle den Stecker ziehen!”

Nach dem Atomausstieg formiert sich die Anti-Kohle-Bewegung neu. So wird im August 2011 gleich in zwei der drei großen Braunkohlereviere Deutschlands ein Klimacamp stattfinden. Zur Einstimmung auf diese Klimacamps wird es am 15./16. Juli 2011 zeitgleich in Essen und Berlin bunte Anti-Kohle-Aktionen geben – vor den Toren von RWE (Essen) und Vattenfall (Berlin).

Braunkohle ist der mit Abstand klimaschädlichste Energieträger. Unbeirrt davon setzen Energiekonzerne wie Vattenfall und RWE jedoch auf den Ausbau der Kohlekraft, auch weil Kohle als Energieträger politisch wieder salonfähig geworden ist. Umweltgruppen und Klimaaktivist_innen nehmen diese energiepolitische Rolle rückwärts nicht hin. Gemeinsam mit Bürgerinitiativen kämpfen sie gegen den Aufschluss neuer Tagebaue, den Bau weiterer Kohlekraftwerke sowie die Abscheidung und unterirdische Speicherung von Kohlenstoffdioxid (Carbon Capture and Storage, kurz CCS). Der Protest wird im Sommer diesen Jahres in zwei Klima- und Energiecamps in Braunkohle-Gebieten gipfeln (siehe dafür www.klimacamp2011.de und www.lausitzcamp.info).

Unter dem Motto „Braunkohle den Stecker ziehen!“ stimmen sich die Aktions-Gruppen auf die Camps ein. Sie veranstalten zeitgleich am 15./16. Juli 2011 in Essen und Berlin bunte Protestaktionen. Mit politischem Programm, Kleinkunst und Volksküchen campen die Aktivist_innen einen Tag und eine Nacht vor den Konzerngebäuden von RWE und Vattenfall.

Tina Keller, die die Aktionen in Essen mit koordiniert erklärt: „Wir wollen Widerstand gegen Kohle in Ost und West vernetzen. Die Anti-Kohle-Bewegung muss größer werden, denn die sozialen und ökologischen Schäden, die besonders durch Braunkohle entstehen, sind jetzt schon riesig – nicht nur vor Ort, sondern auch global.“
Alex Lärchner aus Berlin ergänzt: „Nach dem Ausstieg ist vor dem Ausstieg, unser Kampf für ein dezentrales und demokratisch organisiertes Energiesystem mit erneuerbaren Energien geht weiter. Das demonstrieren wir auch RWE und Vattenfall.“

Diese Pressemitteilung als *.PDF herunterladen.