PM 05.07.: “(K)ein Platz fürs Klimacamp!?”

Klimacamper_innen setzen Camp in Kerpen-Manheim mit Demonstrationsanmeldung durch

Für die letzte Sommerferienwoche, vom 26. August bis 4. September, planen engagierte Klimaschützer_innen ein Klimacamp im Umfeld des Braunkohletagebaus Hambach. Für das Klimacamp, zu dem rund 400 Besucher_innen erwartet werden, wurde nun der Sportplatz und eine Grünfläche in Kerpen-Manheim als Demonstrationsort angemeldet. Die Klimaschützer_innen wenden sich damit am Ort des Geschehens gegen den Braunkohletagebau und die Nutzung der Klimakillers Braunkohle.

Die Organisator_innen ziehen mit der Demonstrationsanmeldung die Konsequenz aus einem halben Jahr erfolgloser Bemühungen um einem Campgelände und nutzen das Demonstrationsrecht um ihr Anliegen durchzusetzen. Im Umfeld des Tagebaus, wo die meisten Landbesitzer auf das Wohlwollen von RWE angewiesen sind und alle – vom Verein bis hin zur Kommune – auf das Gefälligkeiten des Konzerns hoffen, fand sich niemand, der den Veranstalter_innen trotz Unterstützung deren Anliegens eine Fläche zur Verfügung stellen wollte. Zuletzt erteilte die Stadt Kerpen nach dreieinhalb-monatiger Prüfung den Klimacamper_innen einer Absage. Lediglich das Europagymnasium in Kerpen, 12 km von der Tagebaukante, wurde als Camport angeboten. – Für die Organisator_innen des Klimacamps eine inakzeptable Alternative.

Das Klimacamp, organisiert von einem Bündnis mehrerer Organisationen und engagierten Einzelpersonen, richtet sich gegen die lokalen und globalen Folgen des Braunkohleabbaus. Es steht für einen nachhaltigen und umweltschonenden Umgang mit Ressourcen jeglicher Art und für Energiesouveränität auf Basis der erneuerbaren Energien. Während 10 Tagen Campleben werden zahlreiche Workshops angeboten und Alternativen zu nachhaltigem Lebensstil gemeinsam ausprobiert und weiter gedacht. Eingeladen sind sowohl umweltinteressierte Jugendliche und junge Erwachsene als auch Familien mit Kindern und betroffene Bürger_innen. Auch Teilnehmer_innen aus anderen europäischen und außereuropäischen Ländern werden erwartet, so dass sich ein übergreifender und fruchtbarer Austausch entwickeln wird.

Gerald Neubauer, ein Mitorganisator des Klimacamps erklärt: „Um das Anliegen des Klimacamps zu realisieren ist ein Camport in unmittelbarer Nähe zum Tagebau Hambach unumgänglich. Wir haben uns daher entschieden, das Klimacamp trotz der Absage der Stadt Kerpen im Ortsteil Manheim durchzuführen. Hierzu nutzen wir das Demonstrationsrecht und haben eine entsprechende Demonstrations­anmeldung eingereicht.“

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